Die Affektkette

Was ist die Affektkette?

Die Affektkette ist eine Methode, um achtsam und wertschätzend mit der eigenen Lebensgeschichte und seinen Ereignissen umgehen zu lernen.

Auswahl meiner Anwendungserfahrungen:

  • Bearbeitung von Lebensthemen und Langzeitgefühlen
  • das Loslassen von Gefühlen, die in die Vergangenheit gehören
  • Anerkennen können, was war und den Fokus darauf legen zu können, was auch an Gutem aus all dem Geschehenem erworben wurde
  • Mitgefühl entwickeln für die eigene Person und das frühere Leid
  • erlernte Hilflosigkeit – also das Gefühl, nichts verändern zu können – verändern
  • Erwerb von Motivation für neues Lernen und neuen Erfahrungen

Wie kann ich mir eine Therapie mit einer Affektkette vorstellen?

Sie entscheiden sich für etwas, das Sie ändern wollen, ein Thema oder ein Symptom.

Sie beantworten die Fragen: Was davon ist von heute, wie viel davon ist von früher? Und wie sehr würde es Sie entlasten, wenn Sie einen Teil von früher so verarbeitet hätten, daß er Sie heute nicht mehr belastet?

Mit der Unterstützung eines „inneren hilfreichen Teams“ werden auf einem Lebensfaden frühe Erfahrungen aufgesucht und mit Ressourcen angereichert, so daß ein verändertes Wahrnehmen der einstigen Situation wie auch veränderte Körperreaktionen und Gefühle erfahren werden können.

Dabei werden in kontrollierter Form Szenen von früher als Standbilder angeschaut – und dann bearbeitet. Dies geschieht mit Hilfe einer Bildschirmtechnik, so daß man mit der Belastung von einst nicht mehr in Berührung kommen muß.

Wissenswertes über die Affektkette

Die Affektkette nutzt und kombiniert bewährte Therapietechniken wie die Screen-Technik, Timeline-Arbeit und Ressourcen-Installation.

Bei der Affektkette wird direkt an den Symptomen gearbeitet, die dem Klienten wirklich am Herzen liegen.

Was wird hier unter „Affekt“ verstanden? Ein Affekt ist mehr als ein »Gefühl«, auch wenn Emotion und Affekt oft unter »Gefühl« zusammengefaßt werden. Ein Affekt ist ein psycho-physiologisches Geschehen, enthält also eine körperliche Komponente. Beispiel: Rotwerden ist die körperliche Seite des Affekts, als Begleitemotion dazu könnte z.B. gefühlt werden: Verliebtsein, Scham, wütende oder sexuelle Erregung.

Hier soll also unter Affekt eine Kombination aus einem abgrenzbaren Körper(miss-)empfinden und dem, was der Mensch als Gefühl diesem Körperempfinden zuordnet, verstanden werden. Beispiel: Der »Klumpen im Bauch« verbunden mit dem Gefühl von Bekommenheit und Angst.