Gefühle – Therapie

Wer als Psychologe nach dem Studium therapeutisch arbeiten möchte, muß dafür anschließend noch eine psychotherapeutische Ausbildung machen.

Das Psychologiestudium selbst beinhaltet interessanter Weise kein praktikables Wissen darüber, wie man nach dem Abschluß therapeutisch mit Menschen arbeiten kann.

Die meisten Psychologen wählen dann aus diesen 3 Therapierichtungen eine aus:

  • Verhaltenstherapie
  • tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
  • analytische Psychotherapie („Psychoanalyse“)

Sie wählen deshalb eine von diesen, weil nur diese mit der Krankenkasse abgerechnet werden können.

Was alle diese Therapien gemeinsam haben ist, daß sie über das Gespräch arbeiten, also das Sprechen über Probleme, das Verstehen von Zusammenhängen oder das Neu-Bewerten der bisherigen Erfahrungen.

Nach meiner Erfahrung suchen viele Menschen dann einen Therapeuten auf, wenn sie belastende Gefühle verändern bzw. loswerden wollen – Gefühle von z.B. Angst, Trauer, Scham, Hilflosigkeit, Wut, Einsamkeit oder Schuld.

Und nach meiner Erfahrung lassen sich die meisten Gefühle über „darüber reden“, „verstehen“ oder „neu bewerten“ wenig beeindrucken oder dauerhaft verändern.

Überprüfen Sie diese Aussage bitte mal an Ihren eigenen Erfahrungen!

Meine Sichtweise auf Gefühle ist auch, daß sie da sind, um auf Bedürfnisse aufmerksam zu machen. So friere ich zum Beispiel, weil mir kalt ist und ich das Bedürfnis nach Temperaturregulierung habe. Sobald ich adäquat auf das Gefühl „frieren“ reagiert habe, z.B. indem ich die Heizung aufdrehte oder eine warme Decke holte, ist das Bedürfnis „Temperatur regulieren“ befriedigt und das unangenehme Gefühl „frieren“ läßt nach. Es würde nicht weggehen, wenn ich darüber rede, verstehe wo es herkommt, es aushalten lerne oder ähnliches.

Daher ist mein Verständnis von Therapie, daß Therapie auch „Bedürfnisbefriedigung“ bieten können muß! Dafür habe ich eine Vielzahl von Methoden erlernt, die das ermöglichen können – und das insbesondere für belastende Gefühle aus unerfüllten Bedürfnissen, die aus alten, schmerzlichst nicht überwundenen Erfahrungen resultieren und die bis heute nach Erfüllung „rufen“.

So zum Bespiel Bedürfnisse nach Beachtung, nach bedingungsloser Liebe, gesehen, unterstützt und gefördert werden – und vor allem nach Trost und Schutz. All dies sind mehr als legitime menschliche Grundbedürfnisse und wenn diese nicht ausreichend befriedigt wurden, zieht sich das als schmerzende Anspruchshaltung dem Leben gegenüber durch – und das in allen Varianten, die das Leben möglich macht.

Mein Therapiekonzept beinhaltet daher über das „darüber reden“ und „verstehen“ hinaus die Möglichkeit, alte Wunden zu verheilen – und das ausdrücklich NICHT über „noch mal alles schmerzlich durchfühlen“ oder „alles zum x-ten Male darüber reden“ müssen. Das ist mit den heutigen Therapieformen weder nötig noch hilfreich, um belastende Gefühle zu überwinden.

Darüber hinaus bin ich ein großer Freund von „Selbstbemächtigung“, damit meine ich, daß – wenn es für Sie von Interesse ist – ich Ihnen gerne vermittle, wie Sie belastende Gefühle auf die Dauer auch selbst regulieren können, so daß Sie für die Zeit nach der Therapie eine „therapeutische Hausapotheke“ zur Verfügung haben.