Psychogene Heilung – Vorstellung als Heilungsmittel

Was ist „psychogene Heilung“?

„Psychogene Heilung“ ist die Anwendung der Vorstellungskraft als Heilmittel.

Auswahl meiner Anwendungserfahrungen:

  • Alle körperlichen Krankheiten
  • Die (bewusste und unbewusste) Verarbeitung von Informationen kann heilen wie auch krank machen – oder gar töten. Die eigene Vorstellungskraft kann einen entscheidenden Einfluss auf den Heilungsprozess haben

Wie kann ich mir eine Therapie auf der Basis von „Vorstellung als Heilmittel“ vorstellen?

Gary Schmid hat einige psychologische Faktoren herausgearbeitet, die eine günstige innere Haltung für Heilung sind, so zum Beispiel:

  • Entmystifizierung der Krankheit (Heilungsverkündung)
    Eine Autorität – bei uns in der Regel ein Arzt – muß glaubhaft verkünden, daß ich wieder gesund werde.
    Wenn jemand seine Diagnose als überdimensional negativ sieht, muß das entmystifiziert werden!
  • Das Umfeld unterstützt optimal, wenn es ebenfalls daran glaubt, daß ich wieder gesund werde – und das mit den Mitteln, die ich gewählt habe.
  • Akzeptanz und Vertrauen in die Maßnahme, zu der ich mich entschieden habe.
  • Entspannung – da das Immunsystem einen entscheidenden Einfluß auf meine Genesung hat, sollte ich mich um umfassende und anhaltende Entspannungstechniken bemühen, denn das optimiert das Immunsystem für seine Arbeit.
  • Positive Gewißheit, also der Glaube an Gesundheit und Vertrauen in den Selbstheilungsprozeß meines Körpers.
  • Die Krankheit abschließen, also eine „Reinigung“ vollziehen, so zum Beispiel die Vernichtung sämtlicher Krankheitsursachen und ein „Herausschaffen“ aus dem Körper. Diese Reinigung müssen wir in uns spüren können, erleben können, in den Körper verankern können, als Heilungsstrom oder ähnliches erleben.

Auf dieser Basis hat Gary Schmid ein System entwickelt, das Menschen unterstützt, diese Haltungen für sich zu finden. Es ist kein starres System, sondern eher eine Orientierung, in der jeder seine für sich passenden Heilungsunterstützungen entwickeln kann.

Schmid nennt es „Die SDE – Methode und ihre 6 dramaturgischen Elemente für Gesundheit“. Hier das Wesentliche dieser 6 Elemente:

  • Krankheit – anerkennen, beschreiben, verstehen, entmystifizieren
    – >  Ich erlebe die Krankheitsverursacher als schwach, also als besiegbar
  • Gesundheit – identifizieren, beschreiben, verstehen, positivieren
    – >  Ich habe eine Vorstellung davon, wie mein Gesundsein aussieht und ist
  • Selbstheilungskräfte – sich vorstellen, aktivieren, stärken
    – > Meine Immunabwehr arbeitet für meine Selbstheilung
  • Medizinische Behandlung – finden, benutzen, bejahen
    – >  Mein Behandler ist mein Verbündeter
  • Entspannung – innere Ruhe finden (lernen)
    – > Ich kann mich in Ruhe bringen und mich mir gut an einem Ruhe-Ort vorstellen
  • Pathogene Agenzien (also hoch pathogene biologische Erreger und Toxine) –  überwinden, eliminieren, ausscheiden; Heilung körperlich verankern
    – > Ich bin überzeugt, daß die Krankheitsursache vollständig eliminiert wurde. Ich spüre in meinem Körper einen Heilstrom, ein Vibrieren und Wärme

Einer der Bausteine bei der therapeutischen Arbeit mit heilenden Vorstellungen ist das gemeinsame Entwickeln konkreter innerer Bilder, die dem Körper wie eine unterstützende Anleitung zur Heilung dienen. Hierbei kann auch das Anwenden von Hypnose eine gute Ergänzung sein.

Wissenswertes über „psychogene Heilung“

Dr. Gary Bruno Schmid, aufgewachsen in Cleveland, USA ist Atomphysiker und Analytischer Psychologe mit Schwerpunkt Psychosomatik, Psychosen- und Hypnotherapie in eigener Praxis in Zürich. Darüber hinaus ist er auch Ausbilder der Schweizerischen Ärztegesellschaft für medizinische Hypnose (SMSH).

Gary  Schmid forscht intensiv an der Schnittstelle zwischen Gedanken und Körper, also wie es funktioniert, daß man sich etwas vorstellt und dies einen Einfluß auf den Körper hat. Denken Sie dazu nur mal intensiv an eine Zitrone – und stellen Sie sich vor, wie Sie da hinein beißen – allein die Vorstellung führt bei den meisten Menschen zu körperlichen Reaktionen.

Gary Schmid interessierte sich zunächst für das Phänomen des „psychogenen Tod“. Das sind dramatische Beispiele für die Macht innerer Bilderwelten und psychische Beeinflussungen, die Menschen getötet haben.

Das Spektrum dieser Todesphänomene reicht von Voodoo-, Tabu- und Heimwehtod bis hin zu plötzlichen unerwarteten Todesfällen.

Schmid sagte sich dann: Wenn wir in der Lage sind, uns durch Gedanken zu töten – so halten z.B. Zen-Meister, wenn sie alt sind, Kraft ihrer Gedanken ihr Herz an – dann müßten wir doch auch in der Lage sein, uns damit zu heilen. Und auf diesem Wege läßt sich vielleicht auch das Phänomen der Spontanheilung erklären.

Vorträge zu „Psychogener Tod und Selbstheilung“ haben mich mit den sehr spannenden Theorien von Gary Bruno Schmid vertraut gemacht. In der weiteren Fortbildung „Bewußtseinsmedizin und die Macht der Vorstellung“ erwarb ich dann sein praktisches Handwerkszeug.