Eigensabotage

Eine meiner bereichernsten Erfahrungen ist es zu verstehen, was Eigensabotage ist – und wie effektiv und wirkungsvoll es für die Therapiearbeit ist, diese aufzulösen zu können.

Der amerikanische Psychologe Roger Callahan hat dieses Phänomen entdeckt, weil er selbst unzufrieden war mit den geringen Erfolgsquoten der klassischen Therapiearten – und weil er damit auch seine eigenen Phobien nicht in den Griff bekam.

Er legte den Grundstein für Therapieformen, mit denen man unbewußte Programme direkt behandeln kann, ohne dabei mit dem Verstand zu arbeiten.

Ich verfüge heute über eine umfangreiche Anzahl von Möglichkeiten Eigensabotage zu beenden.

Da Eigensabotage gewöhnlich im Unterbewußten gespeichert ist, also dem Bewußten nicht zugänglich – ist sie auch weder durch den Willen noch durch den Verstand beeinflußbar.

Damit erklärt sich auch, daß jemand trotz besten Wissens sein eigenes Verhalten gegen seine eigentlichen Interessen richtet und nicht in der Lage ist, trotz bester Einsicht und Willensbereitschaft, entsprechend zu handeln.

So kann sich Eigensabotage zeigen:

  • Auffallend erfolglos
  • Wenn irgendetwas im Leben immer schief läuft
  • Wiederholtes berufliches Versagen
  • Andauernde finanzielle Probleme
  • Kreativblockaden
  • Blackouts bei schriftlichen oder mündlichen Tests – oder etwas, daß wie eine Prüfung erlebt wird
  • Unüberwindbare Unlust, Aufschieberitits, innere „Schweinehunde“ die sich nicht zähmen lassen
  • Störende Verhaltensmuster wie nicht abschalten, vergessen, verzeihen können
  • Wenn man nicht dauerhaft in der Lage ist, nach seinem Willen und Einsichten zu handeln
  • Wenn es trotz diverser Therapien immer wieder zu Rückfällen oder zu gar keiner Besserung kommt

Im Folgenden lesen Sie weitere Mit-Erscheinungen von Eigensabotage, die, wie gesagt, durch unbewußte Programme wirken:

  • Negative Gefühle
    Oft gibt es viele negative Erlebnisse in der Biografie. Erlebnisse hinterlassen negative Gefühle, wenn sie nicht verarbeitet werden konnten und damit zu Überzeugungen von der Welt führten, die die den Blick für die eigenen Möglichkeiten und Lösungen massiv eingeschränkt haben.
  • Opfer-Sein, die anderen sind schuld
    Menschen mit wirkender Eigensabotage leben in der Regel mit einer Opfer-Programmierung. Das bedeutet, sie machen immer das Außen für  ihre Probleme verantwortlich. Oft stellen sie sich auch die häufige Frage nach dem Warum, wenn es nicht so läuft wie gewünscht. So zum Beispiel: „Warum ich?“, „Warum ist das passiert?“, „Warum habe ich kein Glück oder Erfolg?“. Und sie sind dadurch vor allem mit der Vergangenheit beschäftigt.
  • Blockierende Glaubenssätze
    Glaubenssätze sind Überzeugungen, die aus Erfahrungen oder Erziehung (also die Erfahrung anderer) entstanden sind. Im Sinne der Eigensabotage sind hier negative Erfahrungen gemeint, die zu einem Glauben über die Welt führen, die in Einschränkungen und Negativität münden. Wenn ich zum Beispiel glaube, daß ich hierfür „zu dumm bin“ oder dafür „zu alt“ oder „daß das sowieso nichts wird“ oder „gegen die ist sowieso nicht anzukommen“, dann definiert dieser Glaube den Horizont meiner Welt – und die Welt wird dann für mich auch genau so sein.
  • Keine Ziele
    Menschen mit Eigensabotage haben oft keine wirklichen Ziele, also keine konkrete Antwort auf Fragen wie: „Wo willst Du denn hin?“. Zielführende Formulierungen wäre demnach zu-etwas-hin. Eigensabotierte hingegen haben entweder gar keine Ziele oder sie formulieren diese als von-etwas-weg. So zum Beispiel: „Ich will nicht mehr alleine sein“, „Ich will nicht mehr unglücklich sein“, „Ich will anders leben, nicht mehr erfolglos sein, nicht mehr zu wenig Geld haben“ usw.

Eine spezifische Behandlung korrigiert Eigensabotage sehr effektiv, schnell und nachhaltig. Das Aufhebung der einschränkenden Programmierungen führt dazu, daß man seine gesamte Energie zur Erreichung seiner Ziele und zur Entfaltung seiner persönlichen Möglichkeiten einsetzen kann, ohne gegen unsichtbare Feinde aus seinem Inneren ankämpfen zu müssen.