TRIMB® – Trauma Recapitualation with Imagination Motion and Breath

Was ist TRIMB?

TRIMB ist einer Traumatherapie.

Sie arbeitet überwiegend mit Imaginationen, also heilenden Bildern, und bezieht zudem die Atmung und eine (Kopf-) Bewegung mit ein.

Auswahl meiner Anwendungserfahrungen:

  • Lösen von unguten Verstrickungen in Beziehungen
  • Zur Verarbeitung von intensiven Gefühlen und Bindungen, die als negativ empfunden werden
  • Frei machen von belastenden Erfahrungen aus der Biographie,
    auch um dadurch mehr Entwicklungspotenzial zur Gestaltung des Hier und Jetzt zur Verfügung zu haben
  • Entschärfung von Erinnerungen an die traumatischen Erfahrungen
  • Zur Verarbeitung von Schocktrauma

Wie kann ich mir eine Therapie mit TRIMB vorstellen?

Die Bindung und die destruktiven Anteile der Gefühle werden zunächst visualisiert – dann werden Sie mit imaginativen Techniken sowie einer speziellen Atem- Technik und Kopfbewegung durchtrennt.

Notwendige, sinnvolle Gefühle bleiben von der Durchtrennung unberührt und stehen weiterhin zur Verfügung.

So läuft das konkret ab:

Im ersten Schritt benennt man ein Gegenüber oder ein Symbol für ein Gegenüber, mit oder an dem man arbeiten will.

Das Gegenüber/Symbol kann z. B. ein Täter, eine Bezugsperson, aber auch ein Trigger (Auslöser für traumatisches Erleben), ein Erschöpfungszustand, eine Krankheit, eine Krise oder Entsprechendes sein.

Im zweiten Schritt werden die dazu empfundenen Gefühle differenziert benannt, die man mit seinem Gegenüber verbindet.

Die Emotionen, die als am stärksten beginnend erlebt werden, werden hierarchisch geordnet und jeder einzelnen Emotion bildlich ein Material zugeordnet, z. B. Bindfaden, Seil, Tau, Kabel…

Diese Materialien stellen die emotionale Verbindung des Menschen, der mit der Methode arbeitet, mit seinem Gegenüber dar. Dabei entspricht der Durchmesser des jeweiligen Materials der Stärke der dazugehörigen Emotion.

Mit geschlossenen Augen wird dann ein inneres Vorstellungsbild vom Gegenüber (live, Dia, angehaltener Film, Foto, selbst gemaltes Bild etc.) entwickelt –  und es wird ein Vorstellungsbild vom eigenen emotionalen Verbundensein mit dem Gegenüber in der Form der zuvor festgelegten Materialien entwickelt.

Mit Hilfe des Feueratmens, einer bestimmten Art des Atmens, die mit einer Kopfbewegung verbunden ist, werden daraufhin die „alten“, im Gegenwartsunbewussten abgespeicherten und somit immer wieder reaktivierbaren Emotionen der Reihe nach (mit dem stärksten beginnend) in einem einzigen Atemzug eingeatmet und somit in die eigene Verantwortung genommen. Danach werden sie auf exakt dieselbe Weise ausgeatmet und endgültig losgelassen. Zuletzt werden die „leeren“ Verbindungen durch ein Schneidewerkzeug durchtrennt, das in der Vorstellung an Kinn oder Stirn befestigt ist.

Abschließend werden Bild und Emotionen hinsichtlich Veränderungen „betrachtet“ und überprüft. Gegebenenfalls schließt ein zweiter Durchgang an.

Wissenswertes über TRIMB?

Die TRIMB steht für „Trauma Recapitualation with Imagination Motion and Breath“, was in etwa für „Vergegenwärtigung bzw. ins Bewusstsein bringen mit Hilfe von Bewegung und Atmung“ steht.

TRIMB wurde von Dr. Ingrid Olbrich entwickelt, die sie in einem mittel-amerikanischen indigenen Kulturkreis entdeckte und für die Traumatherapie weiterentwickelt hat.

TRIMB gehört zu den sanften Methoden. Oft ist schon durch die erste Anwendung eine Entlastung spürbar. Traumatische Erfahrungen, aber auch Trigger können mit dieser schonenden Methode bearbeitet und hierdurch entschärft werden, so daß eine klassische Trauma-Konfrontation oft nicht mehr erforderlich ist.

Die TRIMB-Methode eignet sich sowohl für die Stabilisierungsphase als auch für die Traumaintegration. Sie ist eine noch weniger bekannte Traumatherapiemethode, wird aber sicher in den nächsten Jahren an Beachtung gewinnen.