Brainspotting

Was ist Brainspotting?

Brainspotting ist eine Traumatherapie.

Brainspotting arbeitet mit Augenbewegungen und besonders mit der Fixierung auf bestimmte Augenstellungen.

Auswahl meiner Anwendungserfahrungen:

  • Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
  • Zur Behandlung von unerklärlichen Beschwerden
  • Nach medizinischen Eingriffen oder Unfällen
  • Zur Behandlung von spezifischen Ängsten
  • Bei Leistungs- und Kreativitätsblockaden

Wie kann ich mir eine Therapie mit Brainspotting vorstellen?

  • Der Klient fokussiert sich auf ein belastendes Ereignis
  • Der Klient wird gebeten, den Ort der stärksten Aktivierung im Körper zu bestimmen. Die Körperwahrnehmung bezieht sich hierbei auf das Hier und Jetzt.
  • Dabei folgen die Augen des Klienten der langsamen Handbewegung des Therapeuten durch das eigene Gesichtsfeld. Wird die kontinuierliche Augenbewegung durch eine unwillkürliche Reaktion, zum Beispiel durch starkes Blinzeln, unterbrochen, befindet sich hier ein so genannter Brainspott. Ein Brainspot ist die Stelle, an der die Empfindung der Belastung am stärksten mit der Blickrichtung verknüpft ist.
  • Die mit einem traumatischen Inhalt verbundene Blickrichtung kann auf verschiedene Arten ermittelt werden. Die unwillkürlichen Reaktionen des Klienten können sich zum Beispiel in Zuckungen der Augen, Flattern, Fixierungen, Blinzeln, Pupillenerweiterung oder -zusammenziehen, Verengen der Augen oder Zuckungen im Gesicht zeigen
  • Nach der Bestimmung des Brainspots wird der Klient gebeten, die gefundene Stellung der Augen beizubehalten (zu fixieren), während er aufmerksam seinen inneren Prozess beobachtet. Gefühle, Erinnerungen, Gedanken und Körperempfindungen spielen dabei eine Rolle.
  • Der Verarbeitungsprozess ist beendet, wenn das subjektive Streßempfinden in Realtion zum Thema auf null gesunken ist.

Wissenswertes über Brainspotting:

Brainspotting wurde von David Grand im Jahre 2003 entwickelt. Er ist Psychotherapeut mit psychoanalytischer Ausbildung in freier Praxis in Manhattan und Long Island – und er ist ein Experte für Psychotraumatologie.

Grand entwickelte Brainspotting durch eine EMDR-Sitzung mit einer Klientin. Dabei bemerkte er, daß an einem bestimmten Punkt im Gesichtsfeld seiner Klientin ihre Augen zu zucken anfingen und ihr Blick erstarrte. Grand hielt mit seiner Hand an dieser Position inne und löste dadurch eine Verarbeitung alter sowie noch unbekannter Traumata bei seiner Klientin aus. Dies brachte deutliche Fortschritte in der Therapie.

Brainspotting geht davon aus, daß unbewußte, aber belastende Gedächtnisinhalte (Erinnerungen, emotionale Erfahrungen) über gerichtete, gehaltene Blickrichtung der Augen ganz gezielt aktiviert, bewußt gemacht und neu verarbeitet werden können.

Brainspotting vereint methodische Teile des EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing nach Shapiro), des SE (Somatic Experiencing nach Levine), »Micromovements« und der »Relational Insight-oriented Therapy«.